Trockenmauern, Steinhalden und „Wingertshäuschen“ in Hang- oder Steillagen prägen das reizvolle Bild des Michelbacher Weinbergs. Richtung Osten bildet er die Eingangspforte zum Kahlgrund, nach Westen bietet er einen wunderbaren Blick über die Mainebene.

Seine Spitzenlage, der „Michelbacher Apostelgarten“, wurde 1985 unter Denkmalschutz gestellt. Die Bodenbeschaffenheit verdankt ihre Besonderheiten einem in vorgeschichtlicher Zeit entstandenen kristallinen Bruchrand, der sich über eine Länge von 5 km am Rande des Vorspessarts hinzieht. Typische Bestandteile sind Quarzitschiefer, Gneis und Lößboden mit hohen Anteilen an verschiedenen Mineralien.

Diese Zusammensetzung wird als „Urgestein“ bezeichnet und findet sich in keinem anderen Anbaugebiet Frankens. Auf diesen Parzellen bauen wir in erster Linie unseren Riesling an, der unter diesen besonderen Voraussetzungen einen mineralischen, pikant-fruchtigen Geschmack entwickelt.

Die hervorragenden Weinqualitäten, die dieses Urgestein hervorbringt, führten dazu, dass der Michelbacher Apostelgarten 2006 nach den Richtlinien des VDP als „Erste Lage“ klassifiziert wurde. Vinifizierungen aus Ersten Lagen werden unter dem Namen „Großes Gewächs“ vermarktet und bilden die qualitative Spitze des deutschen Weinbaus im Bereich trockener Weiß- und Rotweine.